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Barrierefreie Website www.herborn.de ist online

Vollkommen neu zeigt sich die Stadt Herborn ab sofort ihren Besuchern – zumindest jenen, die sich der 1000-jährigen Bärenstadt über die Internetadresse www.herborn.de nähern: Sowohl das äußere Erscheinungsbild als auch der Inhalt der Seiten sind grundlegend überarbeitet worden: „Übersichtlich, schnell und barrierefrei“ ist der Auftritt der Stadt geworden, zeigen Stephan Göbel und Marco Klingelhöfer, die zusammen mit Azubi Dominic Fehling das Projekt betreut haben.

Das kommt nicht nur Touristen zugute, die Herborn besuchen wollen, sondern zu allererst auch den Herborner Bürgern: Sie finden auf den Seiten Informationen zu nahezu allem, was das das Leben, Arbeiten und Wohnen in der Stadt betrifft. Auf der Startseite finden sich die wichtigsten aktuellen Informationen, derzeit beispielsweise zu den beiden Themen Mobilfunk und Bürgermeisterwahl. Von dieser ersten Seite aus geht es mit einem Mausklick weiter zu einer der fünf Hauptkategorien. „Der Einstieg in die Seiten soll so einfach wie möglich sein“, sagt Stephan Göbel und zählt auf: „Leben in Herborn, Rathaus, Wirtschaft, Tourismus und Kultur“.

Dienstleistungen und Informationen zu den jeweiligen Lebenslagen finden sich unter „Leben in Herborn“, leicht zu finden unter Menüpunkten wie „Geburt“, „Heirat, „Sterbefall“, „Kinder und Jugendliche“ oder „Senioren“. Ebenso wie die Möglichkeit, Dienstleistungen per Stichwort zu suchen, gibt es hier auch Infos zu Umwelt, Verkehr, aus dem Bereich „Planen, Bauen, Wohnen“ oder auch die Notruftafel sowie die Vereins-Datenbank. Unter der zweiten Rubrik „Rathaus“ gibt es einen Wegweiser durch die Verwaltung, die politischen Organe der Stadt und ein Organigramm. Hier angesiedelt sind auch eine von „A bis Z“ gegliederte Übersicht der städtischen Dienstleistungen und Formulare.

Unter der Sparte „Wirtschaft“ werden nicht nur der Standort Herborn und die hiesigen Gewerbeflächen vorgestellt – interessant vor allem für den Blick „von außen“: „Hier können sich aber auch heimische Unternehmen mit ihren Kontaktdaten in ein Gewerbeverzeichnis eintragen lassen, einfach per E-Mail und natürlich kostenlos“, sagt Stephan Göbel. Interessant ist auch die kostenlose Immobilienbörse, wo sowohl Privat- als auch Geschäftsleute ihre freien Objekte aus der Kernstadt und den Stadtteilen mit Bild präsentieren können.

Naturgemäß wird die Rubrik Tourismus großen Raum einnehmen: Neu sind hier beispielsweise die von Stadtarchivar Rüdiger Störkel verfassten Texte zu den einzelnen Stadtteilen und die Möglichkeit, die zunehmend auch bei Herborner Bürgern beliebten Stadtführungen direkt „online“ buchen zu können. Außerdem gibt es hier einen „virtuellen Stadtrundgang“, ein Verzeichnis der Unterkünfte und Gastronomiebetriebe, Verweise zu den Herborner Bädern und dem Vogelpark sowie zu den Partnerstädten. Künftig noch wachsen wird die Bedeutung des hier angesiedelten Punktes „Wandern“, nachdem Herborn zum Portal für den Westerwaldsteig gekürt wurde.

Unter der fünften Rubrik „Kultur“ ist auch der Veranstaltungskalender angesiedelt, der nun wesentlich praktischer gestaltet ist. Die Zeiten von „Datum – Uhrzeit – Ort“ sind vorbei: „Die Veranstalter können jetzt ganze Texte und Bilder schicken, die wir übernehmen“, sagt Klingelhöfer. Übers weltweite Datennetz erreichbar ist jetzt auch die Stadtbücherei: Hier gibt es nicht nur Zugriff aufs eigene Leserkonto, sondern auch auf den „Findus-Online-Katalog“. Über den lässt sich auch feststellen, ob und wie lange ein gewünschter Titel ausgeliehen ist. Und schließlich sind auch die Museen in Herborn, Burg und Herbornseelbach sowie die Heimatstube in Hörbach hier zu finden.

Als es um die Barrierefreiheit ging, glaubten viele in der Stadtverordnetenversammlung, damit sei ein Computer im Rathaus-Foyer oder im Bürgerbüro gemeint, der auch mit dem Rollstuhl zu erreichen sein müsse. In Wirklichkeit ist es viel komplizierter, erinnert sich Marco Klingelhöfer: „Das ist sehr techniklastig“, sagt er mit Blick auf den Papierstapel mit der Kurzversion all dessen, was zu berücksichtigen war. „Die Seiten müssen für jeden Benutzer lesbar und bedienbar sein“, erklärt er. Vor allem für Senioren und behinderte Menschen trifft das häufig nicht zu, weiß er mittlerweile: Das hängt vor allem mit dem so genannten Web-Design zusammen, also der Gestaltung und dem Aufbau der Seiten.

Im Rathaus haben 16 Mitarbeiter aus den unterschiedlichen Fachdiensten eine Schulung erhalten, die sie zu „Homepage-Redakteuren“ macht. Zwischen den Fachdiensten sind die Zuständigkeiten abgestimmt worden, so dass die Seiten immer möglichst aktuell gehalten werden können. „Das Bürgerbüro ist für die Einwohnerzahlen zuständig, das Stadtmarketing für die Online-Buchung der Stadtführungen“, nennt Göbel als Beispiele. Durch die Aktualität werde die Homepage der Stadt auch für deren Bürger viel interessanter, meint er – zumal Interaktivität groß geschrieben wird: So können Vereine nicht nur sich selbst, sondern auch ihre Veranstaltungen künftig wesentlich besser auf der Herborner Seite vorstellen.

Stephan Göbel, Dominic Fehling, Marco Klingelhöfer und Bürgermeister Hans Benner präsentieren den neuen Internetauftritt der Stadt
Stephan Göbel, Dominic Fehling, Marco Klingelhöfer und Bürgermeister Hans Benner präsentieren den neuen Internetauftritt der Stadt

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